Heile, heile Segen

"Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet."

Jesaja 66,13

Ja, so wünschen wir uns Gott. Er kommt zu uns, legt seine Hand auf uns und tröstet uns, wie es einst oder immer noch unsere Mutter getan hat oder immernoch tut - "Heile, heile Segen!". Trost und Segen sind eng aufeinander bezogen.

Trösten haftet durchaus etwas Ambivalentes an. Ein Blick in den Duden zeigt das deutlich. Danach hat ‚trösten‘ zwei Bedeutungen: Einmal „durch Teilnahme und Zuspruch jemandes Leid lindern", aber auch „sich über etwas Negatives mit etwas beruhigen". Diese Beruhigungsmittel können ein oder zwei Stückchen Schokolade sein, ein größerer ‚Spontankauf`, aber auch eine sogenannte ‚Übergangsbeziehung‘ nach dem Ende einer langen Partnerschaft. Und in diese Kategorie fallen auch alle Suchtmittel – vom Kaffee über den Alkohol bis zu den illegalen Drogen.

Trost braucht man, wenn etwas nicht mehr zum Aushalten ist, wenn etwas ins Rutschen gerät. Der Bedeutungskern des Wortes ‚Trost‘ ist (innere) Festigkeit. ‚Trost‘ und ‚treu‘ haben denselben Wortstamm. Nicht das Fließende, das „heute hier, morgen dort" spendet als Lebensprinzip Trost, sondern das Bleibende und Unveränderliche.

„Wenn ich noch etwas von Glaube, Gott und Kirche erwarte, dann Trost!" Das sagte mir ein junger Mann bei einem Hochzeitsfest. Er hatte gerade vernommen, dass ich der Pfarrer bin, der das mit ihm befreundete Paar getraut hat. Zum Gottesdienst sei er nicht gekommen, dass wäre nichts für ihn. Aber wenn es für ihn hart käme, dann würde er sich schon wünschen, dass da einer für ihn da ist. Ist die Trostbedürftigkeit die letzte Schranke und Grenze der Individualisierung in unserer Gesellschaft? Und ist dieser letzte Trost ‚mütterlich‘? Wie ist das Verhältnis von Trost zu Geschlecht? Trösten Mütter anders als Väter? Oder sind das alles sowieso nur ‚Kopfgeburten‘?`

Spannende Fragen! Ihnen wird praktisch und grundsätzlich in diesem Jugendgottesdienstmaterial nachgegangen.

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